Frostfleisch

Wir legen nicht nur großen Wert auf Qualität und Frische unserer Produkte. Aufgrund unserer Verbundenheit zu Tieren war die Frage "wie das Fleisch in die Tüte gelangt" eine der wichtigsten auf dem Weg zu BARF - AACHEN, daher sind wir stets auf der Suche nach Lieferanten aus  klein- und mittelständischen Betrieben mit artgerechter Haltung.

 

Seit Juli 2014 bieten wir unter dem Label "HNC" Frostfleisch aus eigener Produktion an. Das Fleisch stammt aus regionalen Betrieben (Deutschland und Benelux). Intensivtierhaltung und gefrorene Blockware kommt nicht in Frage!!! Wir verarbeiten ausschließlich Produkte von Tieren, die artgerecht gehalten wurden.


Unser Sortiment beinhaltet neben reinen Fleischsorten (stückig und gewolft)  und Fleischmixen zahlreiche Menüs in bedarfsgerechten Zusammenstellungen. Die Verpackung des Frostfleisches ist sowohl für Halter von kleinen wie auch von großen Hunden geeignet: unsere 1000g Pakete sind in 4 Portionen unterteilt.

Unser Rindfleisch

fahre ich persönlich an kleinen Schlachthöfen in der Aachener Region und der angrenzenden Wallonie abholen.

 

Es sind kleine Schlachthöfe, alle verarbeiten ausschließlich Tiere aus der Region. Wer sich in Eifel und Wallonie auskennt, weiß das es dort neben Waldgebieten sehr viele Höfe und Wiesen gibt. Die Tiere stehen bis weit in den Herbst und Winter auf den Weiden. Bei Schnee und starkem Frost werden die Tiere aufgestallt. Der hohe Grasanteil ist an unserem Blättermagen klar zu erkennen: unser Blättermagen ist grün und nicht hell vom Kraftfutter.

 

Bei den geschlachteten Tieren handelt es sich meist um "Fleischkühe". Kühe ist hier etwas irreführend, denn meistens sind es Bullen.

 

Ich habe die Schlachthöfe besichtigt und den gesamten Ablauf vom Entladen bis zum Zerlegen gesehen. Das war nicht schön, aber es gehört dazu. Nur so können wir voll und ganz hinter unseren Produkten stehen. Wir finden wichtig zu wissen woher unsere Rohstoffe kommen und die Tiere, die uns die Rohstoffe liefern, sollen ein artgerechtes Leben gelebt haben, bevor sie für uns geschlachtet werden.

 

 

Unser Pferdefleisch

hole ich bei einem Pferdemetzger in der Eifel. Und um es kurz zu sagen: Qualität ist nicht immer lieferbar!. Und hier zählt nicht nur die Fleischqualität, für uns steht die Lebensqualität der Pferde absolut im Vordergrund. Sollte dort kein Fleisch verfügbar sein, warten wir bis es wieder erhältlich ist, denn Pferdefleisch aus anderen Quellen kommt für uns nicht in Frage!

 

Die Nachfrage nach Pferdefleischprodukten ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Immer mehr Hunde entwickeln Allergien und Futterunverträglichkeiten und Pferd eignet sich bei den meisten Tieren zur einer Ausschlußdiät, es wird sehr gut vertragen. Die menschlichen Lebensmittelskandale zeigen immer wieder, dass Pferdefleisch einfach als Rindfleisch deklariert und untergemischt wird, und dies in nicht zu verachtenenden Mengen! So kann die Industrie viel Geld sparen. Egal, ob Hundefutter oder Menschennahrung: je dubioser die Wege, desto billiger das Fleisch und desto höher die Qualen, die die Tiere erleiden!

 

Der stetig steigende Absatzmarkt für Pferdefleisch sowie wirtschaftliche Interessen haben zur Folge, dass Pferdefleisch importiert werden muss. Die weltgrößten Pferdefleischproduzenten sind China (1.700.000 Tonnen), Mexiko (626.000 Tonnen) und Kasachstan (340.000 Tonnen), es folgen die Mongolei, Argentinien, Italien, Brasilien und Kirgisistan. 2007 wurden in den USA alle Pferdeschlachthöfe per Gesetz geschlossen. Seitdem werden Pferde in den USA "zusammengekauft" und zur Schlachtung nach Mexiko oder nach Kanada trans- portiert. Bis zu 3000 Km stehen die Pferde zusammengepfercht auf offenen Ladeflächen bis sie die Schlachthöfe erreichen. Ein langer, qualvoller Weg.

 

Der Import von Pferdefleisch aus Mexiko wurde zum 1. März 2015 verboten, in erster Linie wegen mangelnder Lebensmittelsicherheit: die Rückverfolgbarkeit des Pferdefleisches war aufgrund der langen, unübersichtlichen Produktionskette nicht sichergestellt (Auktionen, Sammelstellen, Besitzerwechsel, fehlende Pferde- pässe...). Mangelhafte und fehlende Medikamentenkontrollen waren ein weiterere Gründe. Dieses Importverbot zum 1. März 2015 hatte mitunter zur Folge, dass seither die Preise für Hundenahrung aus Pferdefleisch stetig ansteigen - der mexikanische Billigmarkt ist (endlich) weggefallen.

 

Seit dem 1. Juli 2015 liegt dem Europäischen Parlament ein Entschließungsantrag vor, der ein Importverbot für Pferdefleisch aus Kanada in die EU fordert. Im Hinblick auf die Umstände, wie die Tiere dorthin gelangen und welche Qualen sie vor ihrem Tod erleiden, würden wir ein Verbot sehr begrüßen. Die EU-Veterinärbehörde plant zumindest eine Beschränkung: aus Kanada darf nur noch Pferdefleisch importiert werden, wenn die Pferde vor der Schlachtung mindestens sechs Monate unter Aufsicht in ­Kanada gehalten wurden.

 

Innerhalb Europas werden Pferde aus Polen, Rumänien, Litauen und Ungarn zu zig Tausenden nach Italien gekarrt. Der Horror für die Tiere beginnt bereits auf den Pferdemärkten. Auch diese Tiere leiden tagelang auf Transportern, die keineswegs pferdefreundlich sind. Erschöpfte Tiere brechen zusammen und die anderen trampeln aufgrund von Platzmangel auf ihnen herum. Knochenbrüche und massive Verletzungen bis hin zum Tode sind, genau wie in den USA, keine Seltenheit.

 

Und deshalb verzichten wir lieber auf Pferdefleisch, wenn es in der Eifel mal wieder zu wenig gibt. Daher gilt: ist die Eifel leer, sind wir es auch!

 

 

Unser Geflügel

ist eine wirklich große Herausforderung. Wir haben einen Lieferanten, der aus ca. 250 bäuerlichen Betrieben bezieht. Diese genossenschaftsähnliche, gemeinsame Vermarktung ist eine Art Mittelweg; keine Intensivtierhaltung, aber auch nicht der kleine Bauer von nebenan mit 10 Hühnern. Der einzelne Kleinbauer wäre nicht in der Lage produktions- fähige Mengen zu liefern.

Biohöfe verarbeiten und vermarkten meisten selber. Abgesehen davon sind die Rohstoffpreise für Bioware so hoch, dass der Endpreis bei mindestens 8 oder 9 Euro für ein Kilo Hähnchen liegen würde, was die wenigsten Hundehalter bereit wären zu zahlen und die meisten einfach nicht zahlen können.  

 

Mit den Haltungsbedingungen unseres Lieferanten können wir uns identifizieren, die Produkte sind jahreszeitlich bedingt nicht immer lieferbar (schließlich müssen Küken erst einmal wachsen und dies geschieht selten im Winter). Die Rohstoff- kosten aus dieser Haltungsform liegen über denen der Massenhaltung bzw. der Verarbeitung von Separatorenfleisch. Preisvergleiche im Internet zeigten uns, dass so mancher Händler Endprodukte zu einem Preis verkauft, für den wir noch nicht einmal unsere Rohstoffe erhalten  - und wir müssen das Fleisch erst noch holen, dann wolfen, verpacken, frosten, lagern und schlussendlich ausliefern.

 

Massentierhaltung

 

Unzählige Telefonate, Emails sowie Anfragen bei Geflügelzuchtverbänden ergaben, dass Produkte aus Intensivtierhaltung wesentlich billiger wären - billiger, nicht preiswerter, denn den Preis zahlt das Lebewesen Tier! Auch Lieferanten aus Belgien und den Niederlanden kommen für uns nicht in Frage, da sämtliche von uns kontaktierte Firmen, welche bereits Rohstoffe zur Herstellung von Hundenah- rung exportieren, Blockware produzieren und mit Separatorenfleisch arbeiten. Und Separatorenfleisch hat mit Fleisch als Lebensmittel nichts mehr zu tun!

 

Separatorenfleisch, auch Knochenputz oder Baaderfleisch genannt, sind maschinell gelöste Fleischteile, die nicht mehr die lebensmittelrechtliche Definition von Muskelfleisch erfüllen und gemäß der europäischen Lebensmittel-Informationsverordnung entsprechend gekennzeichnet werden müssen. Jährlich werden in der EU ca. 700.000 Tonnen Separatorenfleisch gewonnen (Quelle: Bayrisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit).

 

Separatorenfleisch ist sprichwörtlich das "Allerletzte". Das Restfleisch wird durch Bürsten aus Draht oder Hartgummi maschinell von Knochen abgelöst, oder durch einen löchrigen Zylinder gedrückt (Knochen und Knorpel bleiben im Zylinder, das Restfleisch wird gesammelt). Bei einem anderen Verfahren werden die mit Restfleisch umgebenen Knochen durch Hochdruckwalzen geleitet. Auch mit einen Hochdruckwasserstrahl kann Restfleisch vom Knochen getrennt werden (gängige Methode zur Herstellung von Hühnerformfleisch für Chicken Nuggets). Bei der Separation durch Zentrifugieren werden die Knochen mit Eis und Kochsalz vermengt. Dann werden Fett und Bindegewebe abzentrifugiert. Das hierbei gewonne Material ist aufgrund der Eiszugabe flüssiger als Separatorenfleisch aus den anderen Verfahren. Für Separatorenfleisch gilt: aufgrund der extremen Zerkleinerung ist es besonders leicht verderblich, der Fleischbrei kann bei mangelnder Hygiene aufgrund der vergrößerten Oberfläche ein gesundheitliches Risiko darstellen. Separatorenfleisch erlangte traurige Berühmtheit in Verbindung mit dem BSE- und dem Gammelfleischskandal und wird von vielen Verbrauchern abgelehnt, aber in der Hundeernahrung aufgrund seiner geringen Beschaffungskosten (sowohl für den Produzenten, als auch für den Endverbraucher) gerne als Fleischersatz genommen.

 

Um einmal die Dimensionen der Geflügelverarbeitung darzustellen, hier noch eine Information zum Schluss: einer der Händler, die mir Blockware aus Separatoren- bzw. Baaderfleisch angeboten haben, teilte mir mit, dass in seinem Betrieb JEDE Woche ca. 600 Tonnen Schlachtabfälle anfallen. Das entspricht 2.400.000 kg im Monat und dies in nur einem Betrieb! Daraus kann man viel biliiges Hundefutter herstellen. Wieviele Hühner für  2.400.000 kg Schlachtabfälle geschlachtet wurden, möchten wir uns gar nicht vorstellen.

 

Laut EU werden in Deutschland jährlich ca. 130.000 Tonnen Separatorenfleisch produziert. Ungefähr 60.000 Tonnen werden exportiert. Verbleiben knapp 70.000 Tonnen (ausreichend zur Herstellung von 2 Milliarden Bockwürsten!), die sich mehr oder weniger in Luft auflösen. Es ist für menschliche Ernährung zugelassen, aber so gut wie nicht deklariert. Foodwatch fand lediglich 15 Produkte in türkischen Supermärkten, auf denen Spuren von Separatorenfleisch deklariert wurde. Der Rest verschwindet im "einfach so" in der menschlichen und tierischen Nahrung.

 

 

 


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