Futterumstellung

 

 

 

Generell ist Rohfütterung eine empfehlenswerte Angelegenheit.

 

                                                                                                                                Django

 

Barfen fordert die Auseinandersetzung mit dem Thema „Fütterung" und die Bereitschaft Erfahrungen zu sammeln. Gute Beobachtungsgabe ist hilfreich. nötig. Also, beobachtet euren Hund vor allem in der Umstellungsphase ganz genau!

 

Ein gesunder Hund kann problemlos auf Rohfutter umgestellt werden. Ich verzichte in meinen Empfehlungen schon lange auf das "Anfüttern", sondern empfehle bei einem gesunden Hund einfach umzustellen. Solltet ihr trotzdem beides anbieten (also Barf und Fertigfutter), dann auf keinen Fall zusammen füttern! Aufgrund der verschiedenen Verdauungszeiten sollte  Rohfutter auf keinen Fall zusammen mit Fertigfutter gefüttert werden. Der hohe Getreideanteil im Fertigfutter lässt dieses viel länger im Magen verweilen, die Folge können Blähungen, Verstopfungen und eine unvollständige Verdauung des Fleisches sein.

 

Knochen und Hälse sollten (vor allem bei schlingenden Hunden) so groß sein, dass der Hund sie auf keinen Fall schlucken kann. Bei stark schlingenden Hunden sollte zunächst auf Fütterung von Knochen und Hälsen verzichtet werden. Sie könnten diese unzerkaut verschlucken und große Probleme bekommen, da ihr Magen nicht daran gewöhnt ist, so viel Säure zu produzieren, die nötig wäre, den Knochen zu zersetzen. Abgesehen davon können sie im Hals stecken bleiben. Hühnerhälse oder Karkassen werden in gewolft angeboten und sichern die problemlose Versorgung mit Mineralien..

 

Selten Hunde brauchen WocheZeit, um das „gluppschige Zeug" im Napf als Nahrung zu erkennen, aber auch das kommt vor. Kommerzielle Hundenahrung enthält häufig Lockstoffe, Suchtstoffe und Duftstoffe, die der natürlichen Nahrung fehlen. Sollte ein an Fleisch gewöhnter Hund die Aufnahme eines bestimmten Stückes Fleisch ganz und gar verweigern, vertrauen Sie der Wahrnehmung ihres Hundes. Sie haben „eine Nase dafür", ob dass Fleisch chemisch behandelt wurde, oder den fleischliefernden Tieren etwas Falsches gefüttert wurde. Oder Ihr Hund hat einfach eine Vorliebe für eine andere Fleischsorte entwickelt.

 

Hunde, die gezwungen werden, eine bestimmte Nahrung zu fressen, reagieren häufig mit Erbrechen, Durchfall oder anderen Anzeichen. Warum sollte man ein Tier dazu zwingen, etwas zu verspeisen, was es nicht mag? Häufig werden gerade Hunde, die Fertigfutter zögerlich fressen, wieder zu freudigen Fressern, wenn man Ihnen Fleisch anbietet.

 

Schlingenden und gierig fressenden Hunden sollte das Fleisch in kleine Stücke geschnitten werden. Große, abgeschluckte Fleischbrocken können in der Speiseröhre stecken bleiben.

 

Nach einer Weile Rohfütterung wird sich der Hund verändern: die Kotmenge wird drastisch reduziert, da aufgenommenes Futter jetzt verwertet wird. Haut und Haarkleid werden schöner und gesünder, das Fell beginnt zu glänzen. Das Kauen an Knochen und an zähen Fleischstücken, wie z. B. Pansen wird den Zahnstein und damit verbundenen Mundgeruch enorm reduzieren. Der typische „Hund-Geruch" verschwindet. Verdauungsprobleme werden weniger. Rohfutter saugt im Magen keine Flüssigkeit auf und nimmt nicht an Volumen zu, das Risiko einer Magendrehung wird drastisch reduziert.

 

Da der Hund einen Großteil seines Bedarfs an Flüssigkeit mit der Nahrung aufnimmt, wird er Hund weniger trinken. Zu Anfang kann es sein, dass von Schleim und Fetzen überzogener Kot abgesetzt wird. Nicht erschrecken, dies ist eine Folge der Regeneration und Erneuerung der Darmschleimhaut. Farbe und Konsistenz ändern in Abhängigkeit vom gefütterten Fleisch und Gemüsesorten. Die Hunde haben mehr Kraft und Energie, Muskel- und Bindegewebe fühlen sich fester an. Das Allgemeinbefinden des Tieres bessert sich, das Immunsystem wird gestärkt. Welpen wachsen mit Rohfutter langsamer und können so stabile Knochen und Gelenke entwickeln.

 

Rohfütterung bietet dem Hund die Möglichkeit, seine natürlichen Triebe auszuleben: kauen, nagen, Knochen festhalten und mit den Zähnen bearbeiten. Sie zerlegen ihre Beute.

 

Die Hunde warten gespannt auf den nächsten Napf und stehen stolz vor ihrer "Beute". Das typische "am Futter riechen und weggehen" ist sehr selten bei gebarften Hunden.

 

Eine Tiefkühltruhe, ein Entsafter und eine Küchenmaschine erleichtern die Vorbereitung und Vorratshaltung in der Rohfütterung. Und jeder, der findet dass Pansen oder Blättermagen stinkt, sollte mal an so manche Dosenfutter riechen. Der Unterschied: bei Pansen oder Blättermagen weiß man, warum er stinkt.

 

Rohfutter ist keine blutige Angelegenheit, schließlich essen Sie auch Fleisch ohne die Küche in ein Schlachtfeld zu verwandeln. Rohes Fleisch sollte nicht (lange) in einem verschlossenen Gefäß aufbewahrt werden, es können sich krankmachende Giftstoffe entwickeln. Lagern Sie Fleisch am Besten in einem offenen Gefäß im Kühlschrank.

 

Das berühmte Leckerli kann natürliche Kauartikel ersetzt werden. Manche Hunde nehmen auch Nüsse oder Trockenobst (wenig!).

 

Besitzer eines Dalmatiners müssen eine rassetypische Eigenart beachten: Dalmatiner neigen verstärkt zu Blasen- und Nierensteinen. Ihnen fehlen einige Enzyme, die wichtig für den geregelten Abbau von Harnkristallen sind. Dalmatiner brauchen eine purinarme Ernährung, sie sollten nicht ohne tiefere Kenntnisse der Fütterung umgestellt werden!



Medicus curat – Natura sanat
der Arzt behandelt, die Natur heilt
(Hippokrates)

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